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- OPTIMIZE, Version 2.8
- Harddisk-Optimizer © 1993-1998 by H.-P. Vetter
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- This program is distributed in the hope that it may be useful, but WITHOUT
- ANY WARRANTY; without even the implied warranty of MERCHANTABILITY or
- FITNESS FOR A PARTICULAR PURPOSE.
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- OPTIMIZE ist ein auf Geschwindigkeit getrimmter Festplatten-Defragmentierer.
- Das Umkopieren der Daten erfolgt deshalb im RAM. Bei manchen anderen
- Defragmentierern, die auf Sicherheit setzen, sind alle Daten während der
- Umkopier-Phase noch einmal auf der Platte vorhanden. Dies ist bei OPTIMIZE
- _nicht_ der Fall!
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- Deshalb die ausdrückliche WARNUNG: Während der Optimierungs-Phase, d.h.
- wenn die KBs der noch zu optimierenden Daten ("to do") heruntergezählt
- werden, darf kein Reset erfolgen, der Rechner nicht ausgeschaltet werden
- und auch kein Stromausfall erfolgen! Wenn das doch passiert, ist die
- betreffende Partition mit ziemlicher Sicherheit hinüber!
- Außerdem darf die Platte (Partition) _keine_ defekten Sektoren haben,
- sofern diese nicht als defekt in der FAT markiert sind. Das Programm
- versucht zwar in diesem Fall zu retten, was zu retten ist, aber dafür
- gibt's keine Garantie. Deshalb vorher wenigstens einmal den physikalischen
- Check (Prüflesen) laufen lassen. Der ist z.Zt. zwar gründlich, aber auch
- ziemlich langsam.
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- OPTIMIZE legt die Daten "am Ende" der Partition ab, damit TOS schnelleren
- Zugriff beim Suchen nach freien Clustern hat. Daraus kann die Meldung eines
- anderen Optimierers, die von OPTIMIZE optimierte Partition sei nicht
- optimiert, resultieren.
- Diese Organisation hat zudem den Vorteil, daß bei regelmäßiger Anwendung
- Dateien, die nicht verändert werden, ans hintere Ende geschoben werden,
- und dann auch vom Optimierer nicht mehr berührt werden müssen.
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- Zur Bedienung:
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- Im wesentlichen erklärt sich das Programm von selbst, da es unter GEM
- eingebunden ist.
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- (1) Physikalischer Check = Prüflesen aller Sektoren (Cluster)
- (2) Logischer Check = Konsistenz der FAT
- (3) Optimierung = Defragmentieren
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- Man wählt die zu bearbeitende Partition (auch mehrere) aus, entscheidet
- sich für eine oder mehrere der drei Arbeiten (1-3) und betätigt den dick
- umrandeten Button (Yes, it's okay), um die Arbeit auszulösen. Nach getaner
- Arbeit meldet sich das Programm wieder, damit man es verlassen oder eine
- andere Aktion auslösen kann. Beim Verlassen erfolgt ein automatischer Reset,
- um auf jeden Fall einen Plattenzugriff mit einer alten (vor dem Optimieren)
- FAT auf die umstrukturierte Platte zu verhindern.
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- Folgende Shortcuts existieren im Eingabedialog:
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- <letter> Laufwerk an/ausschalten
- ALT-<letter> Funktionswahl (linker Kasten)
- CTRL-<letter> (rechter Kasten)
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- Nachdem die zu bearbeitende Partition (log. Laufwerk) durch "devlock"
- gesperrt wird, ist auch die Verwendung unter MTask-Systemen möglich.
- Trotzdem sollte jede Arbeit auf einer zu optimierenden Partition
- unterbleiben. Insbesondere muß hier auf ACCs oder im Hintergrund laufende
- Programme geachtet werden.
- Ein Reset nach dem Optimieren wird zwar empfohlen, vom Programm aber nicht
- mehr erzwungen.
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- OPTIMIZE kann auch von einer Shell, die den Start von PRGs erlaubt, erfolgen.
- Dann können die Dialog-Einstellungen über die Kommandozeile vorgenommen
- werden. Das geht auch, wenn OPTIMIZE als GTP angemeldet wird.
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- Dabei steht
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- -p für den phys. Check
- -l für den log. Check
- -o für die Optimierung
- -q für quiet (weniger Meldungen)
- -r für repair (verlorene Cluster wiederholen)
- -x für execute (mach das, was ich Dir gesagt habe)
- -2 eine Ziffer bestimmt die Anzahl der Retries im phys. Check (1-9)
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- Um also z.B: die Laufwerke C:, D: und E: zu optimieren, kann man
- folgenden Befehl verwenden:
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- optimize -lox cde
- oder
- optimize ce -lo d -x
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- Die Reihenfolge spielt keine Rolle.
- Ein Parameter mit '-' gibt Optionen an,
- ein Parameter ohne '-' definiert Laufwerke.
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- Zusätzlich können über die Kommandozeile Cluster-Nummern (mit vorangestelltem
- '#') angegeben werden. Die Namen der Dateien, die die angegebenen Clustern
- belegen, werden protokolliert. (Z.B.: "... #123 #4567")
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- Erwähnenswert ist noch, daß ein logischer Check vor dem Optimieren
- unbedingt sinnvoll ist, da eine defekte Partition nicht optimiert werden
- kann!
- Verlorene Cluster, die als belegt markiert aber von keinem Directory-
- Eintrag referenziert sind, können mit der Option -r "freigegeben" werden.
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- Das Programm sollte mit allen Festplatten-Treibern harmonieren, da für
- den Platten-Zugriff lediglich die Xbios-Funktion "Rwabs" benutzt wird.
- Die gängigen Sektor-Größen (GEM/BGM) werden unterstützt, jedoch sollte
- die Sektoranzahl einer Partition nicht im oberen Grenzbereich
- (32110..32767, 65400..65535, 130800..131071, ...) liegen, da es hier
- zu (bisher unerklärlichen) Fehlern kommt.
- Meine eigenen Partitionen haben i.A. Größen von 32100, 65400, 130800,
- 261600 Sektoren (Die ersten beiden Zahlen sehen doch gut aus, und die
- anderen sind eben Vielfache).
- OPTIMIZE läuft bisher problemlos auf 520, 1040, MegaST, TT, F030, Medusa,
- Hades, am ACSI- und SCSI-Bus, mit Platten von der Megafile30 bis zur
- 4-GB-Platte, ebenso Wechselplatten (Syquest 44 und 270) und MO-Laufwerken.
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- VFAT-Filesysteme (MagiC 5.0)
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- OPTIMIZE kann auch auf VFAT-Partitionen eingesetzt werden. Hierbei ist es
- unerheblich, ob für die Partition gerade VFAT ein- oder ausgeschaltet ist.
- Normalerweise werden VFAT-Directory-Einträge (VDIR) einfach ignoriert,
- d.h., daß VDIR-Einträge, wenn sie vorhanden sind, in gleicher Weise nach
- dem Optimieren noch immer da sind. (Ausnahme: ein ungültiger VDIR-Eintrag,
- dem kein DIR-Eintrag zugeordnet ist, wird gelöscht, wenn er der letzte
- Eintrag in einem Verzeichnis ist.)
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- Durch die Option "correct l." werden beim _Optimieren_ ungültige VDIR-Einträge
- entfernt. Diese entstehen dann, wenn bei ausgeschalteten "langen Namen"
- Dateien gelöscht, verschoben oder umbenannt werden, da dann nur der DIR-
- Eintrag aber nicht die VDIR-Einträge verändert werden.
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- Durch die Option "kill longs" werden beim _Optimieren_ alle VDIR-Einträge
- entfernt. Man erhält dann ein normales FAT-Filesystem.
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- phys. Check
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- Im physikalischen Check werden alle Sektoren/Cluster einer Partition gelesen.
- Zur Geschwindigkeitssteigerung erfolgt dies zunächst blockweise (abhg. vom
- verfügbaren Speicher). Im Fehlerfall werden die Sektoren dann einzeln gelesen,
- um die genaue Fehlerstelle zu bestimmen.
- Falls der fehlerhafte Sektor keiner Datei zugeordnet ist, so kann dieser als
- defekt markiert werden. Andernfalls ist keine Markierung möglich.
- Um die lästigen GEM-Alerts bei Lesefehlern los zu werden, zeigt der etv_critic-
- Vektor während des Checks auf eine eigene Routine. D.h., man sollte das Programm
- während dieses Checks NICHT "hart beenden" (nur in MT-Umgebung möglich), sondern
- gegebenenfalls lieber gleich einen Reset auslösen.
- Zum geordneten Abbruch muß die Maus über dem Abbruchbutton gedrückt werden, bis
- eine Reaktion des Programms erfolgt. Dies kann u.U. auch schon mal etwas länger
- dauern.
- Markierungen in der FAT werden erst ganz zum Schluß auf die Platte geschrieben.
- Bei Abbruch bleibt die FAT unverändert.
- Dies kann (bei Shell-Aufruf) durch folgende Option geändert werden:
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- -m Markierung ohne Rückfrage setzen
- -mm auch belegte Cluster als defekt markieren
- -mmm FAT nach jeder Änderung zurückschreiben
- -mmmm außerdem keine Rückfrage
- -mmmmm außerdem belegte Cluster markieren
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- Neues in Version 2.3:
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- - Vergrößerung der Ausgabefelder von 5 auf 6 Stellen
- - Beschleunigung durch weniger Ausgaben beim Hochzählen
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- Neues in Version 2.4:
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- - Drive-Locking ("devlock" von Hans-Juergen Richstein, (c) 1994 Kaktus GbR),
- dadurch ist jetzt auch der Einsatz unter Multitasking-Systemen möglich.
- Der Reset nach dem Optimieren bleibt trotzdem.
- - verallgemeinerte Behandlung von "BAD-CLUSTER".
- Eigentlich sollten defekte Cluster durch den Wert 0xFFF7 markiert sein.
- Da aber einige Programme eigentlich nicht erlaubte Werte zur Markierung
- benutzen (z.B. 0xFFF1), werden jetzt alle Werte von 0xFFF0 bis 0xFFFE
- als Defekt-Markierung erkannt und bleiben unverändert.
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- Neues in Version 2.5:
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- - Protokoll-Fenster von 400 auf 4000 Zeilen vergrößert.
- - Menü-Option zum Speichern des LOGs
- - neue Option: "#CLUSTER", liefert den Dateinamen zu diesem Cluster.
- - max. 30 Laufwerke
- - Optimierung und Korrektur für VFAT-Filesysteme (MagiC 5.0)
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- Neues in Version 2.6:
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- - Ausgabe des kompletten Pfades statt nur des Datei-Namens
- - Partitionen mit Sektorgrößen bis 32KB sind möglich
- - die "reservierten" Felder im DIR-Eintrag bleiben erhalten,
- und das erste Byte hinter dem Attribut [12] kann auch !=0 sein.
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- Neues in Version 2.7:
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- - phys. Check funktioniert wieder, keine GEM-Alerts mehr bei Lesefehlern.
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- Neues in Version 2.8: (November 1998)
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- - Anpassung an BigDOS (mehr als 2 Sektoren/Cluster und
- mehr als 65536 Sektoren/Partition)
- - nach einem phys. Check funktioniert die Maus wieder
- - Shortcut ^S zum Sichern des Log's
- - Korrektur eines Fehlers, der auftrat, wenn die Länge des Root-
- Verzeichnisses kein Vielfaches des Clustergröße war
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- Kommentare, Anregungen, Kritiken bitte an:
-
- H.-P. Vetter
- oder
- Peter Schneider @ SU2 (<Peter_Schneider@SU2.maus.de>)
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- Happy Optimizing
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- hpv
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